Bei der Lingualtechnik sitzen die Brackets nicht auf der Vorderseite, sondern auf der Innenseite der Zähne. Von vorn ist die Zahnspange deshalb praktisch nicht zu sehen – im Gespräch, im Beruf und auf Fotos. Gleichzeitig ist sie eine vollwertige festsitzende Zahnspange: Sie wirkt rund um die Uhr und eignet sich auch für anspruchsvolle Korrekturen.
Wie funktioniert die Lingualtechnik?
Wir arbeiten mit dem WIN-System. Dabei werden Brackets und Bögen individuell für Ihre Zähne gefertigt – auf Grundlage eines digitalen Modells Ihres Gebisses. Die Brackets werden auf der Zahninnenseite befestigt, die Bögen übertragen die geplanten Kräfte auf die Zähne. In regelmäßigen Kontrollterminen passen wir die Behandlung an.
Für wen ist sie geeignet?
Die Lingualtechnik kommt für Jugendliche ab etwa 16 Jahren und für Erwachsene infrage – etwa bei Engstand, Lücken, gedrehten Zähnen oder Bissabweichungen. Sie ist besonders interessant, wenn eine sichtbare Zahnspange im Beruf oder privat nicht infrage kommt, eine Behandlung mit Alignern aber an ihre Grenzen stößt oder Sie sich nicht um das tägliche Tragen von Schienen kümmern möchten. Ob sie in Ihrem Fall die richtige Wahl ist, klären wir nach Untersuchung und Diagnostik.
Lingualtechnik, Aligner oder Keramikbrackets?
- Lingualtechnik: von vorn praktisch unsichtbar, festsitzend und damit unabhängig von der Tragedisziplin; anfangs Eingewöhnung beim Sprechen.
- Aligner: transparente, herausnehmbare Schienen; sehr unauffällig, erfordern aber etwa 22 Stunden Tragezeit am Tag. Mehr dazu auf unserer Seite Invisalign in der Wiehre.
- Keramikbrackets: zahnfarbene Brackets auf der Vorderseite; unauffälliger als Metall, aber sichtbar.
Welche Methode zu Ihren Zähnen, Ihrem Alltag und Ihrem Budget passt, besprechen wir offen im Beratungsgespräch.
So läuft die Behandlung in der Wiehre ab
- Beratung: Wir untersuchen Zähne und Biss und besprechen Ihre Möglichkeiten.
- Diagnostik: digitaler 3D-Scan statt Abdruck, Fotos und – falls nötig – Röntgenbilder; danach der Behandlungsplan mit Heil- und Kostenplan.
- Individuelle Fertigung: Brackets und Bögen werden nach Ihrem digitalen Modell hergestellt.
- Einsetzen: Die Brackets werden auf der Zahninnenseite befestigt. Wir erklären Pflege und Eingewöhnung.
- Kontrollen: regelmäßig, um den Fortschritt zu prüfen und die Bögen anzupassen.
- Stabilisierung: Nach der aktiven Phase sichert ein Retainer das Ergebnis.
Die Behandlung dauert je nach Ausgangslage in der Regel zwischen 18 Monaten und drei Jahren.
Eingewöhnung und Pflege
Weil die Zunge die Brackets anfangs spürt, ist die Aussprache in den ersten Tagen oft etwas verändert; die meisten Patientinnen und Patienten gewöhnen sich innerhalb von ein bis zwei Wochen daran. Druckstellen an der Zunge lassen sich mit Schutzwachs lindern. Für die Pflege empfehlen wir neben der Zahnbürste Interdentalbürsten und eine Munddusche; sehr harte und klebrige Speisen sollten Sie meiden.
Kosten der Lingualtechnik
Für Erwachsene liegen die Kosten je nach Umfang bei ca. 6.000 bis 9.000 €. Bei Erwachsenen ist die Behandlung in der Regel eine Privatleistung; private Krankenversicherungen und Beihilfe erstatten nach Tarif. Bei Jugendlichen mit einer Fehlstellung der Gruppen KIG 3 bis 5 übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Standardbehandlung – die Lingualtechnik ist dann eine Mehrleistung mit privatem Anteil.
Verbindlich ist Ihr individueller Heil- und Kostenplan. Auf Wunsch ist eine 0 %-Finanzierung in monatlichen Raten möglich. Mehr zu den Kosten verschiedener Methoden finden Sie auf der Seite Zahnspange für Erwachsene.
Beratungstermin online buchen oder anrufen unter 0761 2163 7777.
Häufige Fragen zur Lingualtechnik
Eine linguale Zahnspange funktioniert wie eine klassische Multibracket-Apparatur – mit dem Unterschied, dass die Brackets auf der Innenseite der Zähne befestigt werden. Von vorn ist sie damit praktisch nicht zu sehen. Sie eignet sich für komplexe Korrekturen, bei denen herausnehmbare Aligner an ihre Grenzen stoßen.
Linguale Zahnspangen sind für Jugendliche ab ca. 16 Jahren und Erwachsene geeignet, die eine effektive, aber von außen unsichtbare Behandlung wünschen. Besonders für Patienten mit hohen ästhetischen Ansprüchen – etwa in Berufen mit viel Kundenkontakt – ist sie eine attraktive Alternative zu sichtbaren Brackets.
Die Behandlungsdauer ist vergleichbar mit einer klassischen Zahnspange und liegt je nach Fehlstellung zwischen 18 Monaten und 3 Jahren. Komplexe Korrekturen können etwas länger dauern. Nach der aktiven Phase folgt eine Retentionsphase mit einem Retainer, der das Ergebnis langfristig sichert.
In den ersten Tagen nach dem Einsetzen oder nach Aktivierungen kann es zu einem Druckgefühl kommen – das ist bei allen Zahnspangen normal. Da die Brackets an der Innenseite sitzen, kann es anfangs zu einer leichten Beeinträchtigung beim Sprechen kommen. Die meisten Patienten gewöhnen sich erfahrungsgemäß innerhalb von 1–2 Wochen daran.
Linguale Zahnspangen sind aufwändiger in der Herstellung und Anpassung als herkömmliche Brackets und daher etwas teurer: Für Erwachsene liegen die Kosten je nach Umfang bei ca. 6.000 bis 9.000 €. Bei Erwachsenen übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten in der Regel nicht, bei Jugendlichen mit KIG 3 bis 5 die Standardbehandlung – die Lingualtechnik ist dann eine Mehrleistung mit privatem Anteil; Beihilfe und private Krankenversicherungen erstatten je nach Vertrag. Im persönlichen Beratungsgespräch erstellen wir Ihnen einen transparenten Kostenplan.
Beide Systeme sind von außen kaum zu sehen, funktionieren aber grundlegend anders. Die linguale Zahnspange ist fest eingegliedert und wirkt kontinuierlich – sie erfordert keine Disziplin beim Tragen. Invisalign besteht aus herausnehmbaren Schienen. Die linguale Apparatur eignet sich oft besser für komplexe oder schwere Fehlstellungen. Welches System für Sie passt, klären wir gemeinsam in der Erstberatung.